Daywalker

Es bleibt einem jenseits des 66. Breitengrades im Sommer auch nicht viel anderes übrig, als tagsüber zu gehen. So etwas wie Nacht gibt es im arktischen Sommer gar nicht. Oder halt, es gibt doch einen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Es sind die Kackwohnmobile (der Einfachheit halber nur noch Kackmobile genannt). Tagsüber sind sie auf der Straße und sind dort im Weg; nachts stehen sie neben der Straße und verschandeln jeden noch so schönen Platz mit ihrer weißen Penetranz. Der Arktis größter Schrecken und ein ständiges optisches Ärgernis sind die Kackmobile. Wir haben irgendwann einen regelrechten Hass entwickelt und gemutmaßt, dass es sich um Außerirdische handeln muss, da man die Bewohner niemals zu Gesicht bekommt.

Nackte Frau auf endlos langer Straße
Ob drei, sechs, neun oder zwölf Uhr, sieht sowieso fast alles gleich aus

There is not much else left to do beyond the 66th latitude in summer than to walk during the day. There is no such thing as night in the arctic summer. Or maybe there is a difference between day and night. These are the crappy motorhomes. During the day, they are on the street and are there in the way; at night, they stand beside the street and ruin every beautiful place with their white penetrance. The greatest horror of the Arctic and a constant visual nuisance are the crap vehicles. At some point we developed a real hatred and suspected that they must be aliens, because you never get to see the inhabitants.


7 Gedanken zu “Daywalker

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