Das ist Politik!

Vulva und Anus in wunderschön
Dream a little dream of me

Tja, jeder der denkt, das wäre einfach nur pervers, unanständig, anstößig oder erregend, muss sich langsam mal umgewöhnen. Denn das ist es alles nicht! Das Bild ist politisch, es zeigt nämlich die Vulva einer Frau. Also die natürliche, nicht operativ veränderte Vulva. Und sich die Vulva »verschönern«, sprich operieren zu lassen, ist en vogue. Leider. In die Röhre gucken all jene, die nicht der perversen Norm einer Brötchen-, Taco oder Was-auch-immer-Möse entsprechen. Schuld daran sind zum einen die Männer (ich meine, wer sonst!?). Die Männer, die beim ersten Anblick der nackten Frau sagen, »Das sieht aber komisch aus! Irgendwie unordentlich.« Mehrfach habe ich mir attestieren lassen, dass dies als Teenager ein äußerst traumatisches Erlebnis war und ich mache mich nicht(!) lustig. Zum zweiten sind es die skrupellosen Operateure! Sie nutzen die Not, in der sich die Frauen wähnen, schamlos aus und bestärken sie in ihrem Wunsch, anders auszusehen, normal, oder was sie für normal halten. Wenn ich so was lese oder höre, kommt mir immer ein bisschen Kotze hoch. Ehrlich, liebe Frauen, ihr seid wunderschön, eure Vulven, Muschis, Pussys, Mösen oder Fotzen, eine ist schöner als die andere. Das ist mein voller Ernst, noch niemals ist mir eine vor die Flinte gekommen, die nicht schön war. Und für euch würde ich eine Ausnahme machen und in diesen Blog mitaufnehmen. Wer mag, lässt einfach seine Vulva von mir fot(z)ografieren und darf sich dann hier selbst bewundern und anderen zeigen, wie schön sie ist. Ich bin nämlich kein Perverser, ich bin Politiker!


11 Gedanken zu “Das ist Politik!

  1. Heutzutage begibt man sich ja schon auf dünnes Eis, wenn man so etwas sagt (weil man sich ja die Freiheit nimmt, überhaupt etwas zu sagen, dass man vielleicht auf andere Menschen, besonders Frauen, beziehen könnte), aber ich sehe generell keinen Grund für kosmetische Eingriffe, es sei denn der Körper hat eine drastische Veränderung hinter sich, wie z. B. Verbrennungen oder rapiden Gewichtsverlust.

    Klar, jeder und jede muss selbst entscheiden, wie wohl man sich im eigenen Körper fühlt, aber wie bei so vielem befürchte ich, dass hier die Grenze zwischen »Meine Meinung« und »Die Meinung, die mir von außen eingeflößt wurde« für viele nicht ganz deutlich ist. Traurig eigentlich, dass man anderen Menschen so ohne Weiteres solch eine Macht über das eigene Leben gibt. Oft genug werden Menschen allein dadurch schöner, dass sie sich selbst schön finden (oder zumindest gut fühlen), da braucht man keine OP.

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        1. Hallo Christian! Ich möchte dich lieber Christian nennen anstatt Chris. Ist das in Ordnung?
          Ich muss kurz etwas erklären. In mancherlei Hinsicht bin ich etwas ungeschickt. So auch in Sachen Technik, PC usw. Mein Kommentar vorhin, mit dem Absender Krödelfotz, war eigentlich auf den Bildtext gemünzt, und somit der Politiker Tilmann gemeint. Habe wohl falsch „gedrückt“.🤭
          ABER, ich freue mich, dass es dir warm wurde! In diesem Sinne, wünsche ich dir ein heißes Wochenende!
          Esther, alias KF

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  2. Das finde ich auch so! Jedes natürliche Fötzchen ist schön, und jedes sieht etwas anders aus und das ist auch gut so. Ob Rasiert oder Buschig, egal jede von denen ist einzigartig.

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  3. Mit Rubriken wie „Hängetitten“ oder sogar „Blumen“ ein sehr mutiger Blog in dieser neoprüden Zeit, in der das Gedicht „Avenidas, flores y mujeres“ von Eugen Gomringer auf einer Berliner Häuserwand übermalt werden musste. Zum Glück hält eine selbstbewusste Frau auf den Bildern ihre schützende Hand über diesen „sexistischen“ Blog.

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    1. Da bin ich ehrlich mal gespannt, was diese wirklich mutige und ab und an auch selbtbewusste Frau selbst dazu sagt. Auf jeden Fall schon mal ein Dankeschön von mir für dein Kompliment – so fängt der Tag gleich viel besser an.

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    2. Da ich, laut meinem Mann, zur Gattung der Orchideen gehöre, und auch gerne eine darstelle, bin ich entzückt und geehrt, mich in den Zeilen Eugen Gomringers wiederzufinden. Für mich als Frau, die es liebt begehrt zu werden, sind die negativen Reaktionen auf das Gedicht (und dies auch noch auf Spanisch – Dios mio❣️), unverständlich. Wie leider so vieles in unserer ach so offenen Welt.
      Liebend gerne lege ich weiterhin meine schützende Hand auf all unsere „sexistischen“ Bilder!
      Muchas gracias, Señor Sternke.
      Einen wunderschönen Tag wünscht,
      Die Unpolitische (einfach Frau)

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