Dreimal »P«

Wenn man im Internet Nacktbilder von sich veröffentlicht, hat man in der Regel ein bestimmtes Ziel. Als allererstes natürlich der Profit, das erste P. Mit kaum etwas anderem kann man so schnell relativ viel Geld verdienen wie mit Sex. Nun, Geld verdienen wir nicht, im Gegenteil. Nacktbilder zu hosten ist ein recht teures Vergnügen.
Das zweite Ziel wäre Befriedigung, oder wie andere dazu sagen würden, Perversion. Das ist es auch nicht, wenn auch deutlich näher dran, denn in Wahrheit ist es schon erregend und befriedigend, besonders, wenn man eine große Resonanz hat.

Free the Nipple in Bad Homburg
Sollten Politiker nicht kostenlos parken dürfen?

Also was bleibt? Natürlich die Politik und wenn man erst einmal ein paar Jahre lang Debatten verfolgt hat, die in feministischen Kreisen en vogue sind, kann man sich wahlweise an den Kopf fassen oder mitmachen. Als Beispiele seien hier Body-Postivity (positives Körperbild, obwohl man fett ist), weibliche Körperbehaarung, und Sexualität im Alter genannt. Drei Bereiche in denen wir sozusagen die Avantgarde sind. Nicht zu vergessen die Free-the-nipple-Bewegung, da sind wir erst recht weit vorne. Worüber beschwere ich mich also? Ganz einfach, das alles zählt nicht, weil wir sowieso alt sind. Weil wir fast alles hinter uns haben. Ist man jung und protestiert mit blanken Brüsten ist das heroisch. Ist man alt und zeigt seine Titten, ist man einfach nur pervers. Dabei wollen wir alle doch nur eins: Aufmerksamkeit. Und deswegen kann ich Bento und ZETT und wie sie sonst alle heißen, nicht ernst nehmen, ganz zu schweigen von Femen.

Three times «P»

When you publish nude pictures of yourself on the Internet, you usually have a specific goal. First of all of course the profit, the first P. With hardly anything else you can earn so fast relatively much money as with sex. Well, we don’t earn money, on the contrary. Hosting nude pictures is quite an expensive pleasure.
The second goal would be satisfaction, or as others would say, perversion. It’s not, though it’s much closer, because in reality it’s exciting and satisfying, especially if you have a lot of feedback.
So what remains? Politics, of course, and once you’ve followed debates for a few years that are en vogue in feminist circles, you can either grab your head or join in. Examples include body positivity (positive body image even though you are fat), female body hair, and sexuality in old age. Three areas in which we are, so to speak, the avant-garde. Not to mention the Free-the-nipple movement, where we are way ahead.

So what am I complaining about? Quite simply, all that doesn’t count, because we’re old anyway. Because we have almost everything behind us. If you’re young and protest with bare breasts, that’s heroic. If you’re old and showing your tits, you’re just perverted. But we all want only one thing: attention. And that’s why I can’t take Bento and ZE.TT and what they’re all called, seriously, not to mention Femen.


4 Gedanken zu “Dreimal »P«

  1. Es ist durchaus heroisch. Trotze allem BMI-, Titten- und Schwanzvergleich. Und nur wer sich selbst respektiert, ist auch in der Lage andere zu respektieren. Und daran fehlt es in unserer Gesellschaft.

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