MILF im Schilf …

… braucht keine Hilf. Manche Titel drängen sich geradezu auf, dagegen bin ich völlig machtlos. Das wäre so, als würde man nach Miltenberg ziehen und als Kennzeichen nicht MIL-F nehmen, so was geht gar nicht. Wir haben schon gescherzt, wenn wir das nächste Foto im Schilf machen, dann drehen wir die Überschrift um, aber ich vielleicht auch nicht, denn wir waren vermutlich ziemlich betrunken, als wir diese Idee hatten.

Außerdem hätte ich dann (ganz so wie heute) vermutlich Schwierigkeiten dazu noch einen politisch motivierten Kommentar zu verfassen. Vielleicht über das Recht und/oder die Notwendigkeit, jederzeit und mit jedwedem Hilfsmittel masturbieren zu dürfen. Wobei der Witz ja der ist, dass Leute, die so was fordern, vergessen, dass es ihnen sowieso niemand verbietet, sie also in der Regel ein Fass aufmachen, was nahezu leer ist. Aber Hauptsache, mal einen rausgehauen und ordentlich die auf Trommel gehauen. Gerade Frauen als Journalistinnen vergessen an dieser Stelle gerne einmal, dass die eigene Befindlichkeit keinerlei Rückschlüsse auf den Zustand der Allgemeinheit zulässt. Nur weil man selbst so oder so etwas erlebt hat, bedeutet das nichts. Aber oft, wenn man feministische Texte über Sex, Masturbation, G-Punkt, vaginalen Orgasmus liest, spürt man als wissender Leser, dass die schreibende Frau ihren eigenen Tellerrand als den für alle sichtbaren Horizont ausruft.

MILF in the reed …

… has a need. I don’t know if you’re man enough to help. But take care, man enough is two-edged sword. Please ask first what sort of need she has. 😉
The Prun with Schilf (reed) and MILF is untranslatable, sorry again. So perhaps you get it when I say MILF in the Schilf can be turned around to Schilf in the MILF. This was a Schnapsidee (mad idea) from us a few weeks ago. But:

I would then (as today) probably have difficulties to write a politically motivated comment. Maybe about the right and/or the necessity to be allowed to masturbate at any time and with any means. The joke is that people who demand something like this forget that nobody forbids them anyway, so they usually open a barrel, which is almost empty. But the main thing is to knock one out beat the big drum. Women journalists in particular tend to forget at this point that their own state of mind does not allow any conclusions to be drawn about the state of the general public. Just because one has experienced something one way or another does not mean anything. But often, when you read feminist texts about sex, masturbation, G-spot, vaginal orgasm, you feel as a knowing reader that the writing woman calls out her own edge as the horizon visible to all.


5 Gedanken zu “MILF im Schilf …

  1. „dass die schreibende Frau ihren eigenen Tellerrand als den für alle sichtbaren Horizont ausruft.“
    Anscheinend bei vielen Tabuthemen ein weit verbreitetes Problem – beiderlei Geschlechts.

    Liken

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