Wikinger

Nordmannen, Nordmänner, Wikinger erfreuen sich ungebrochener Beliebheit. Aber warum nur? Sie sind in so ziemlich allem das genaue Gegenteil dessen, was man von uns heutzutage erwartet. Plündernd, mordend, brandschatzend und weibliche Beute vergewaltigend und versklavend suchten sie Europa heim. Heute werden sie dafür gefeiert.

nackte frau vor mühle und wikingergrab
Der ein oder andere Wikinger wird sich im Grab umgedreht haben

Kein Fußballspiel einer nordischen Mannschaft ohne bekloppte Fans mit Hörnern auf ihren Helmen aus Plastik, kein Landstrich nördlich von Kiel ohne Denkmal, Monument, Gräberfeld, Drachenschiff oder Wikingermuseum. Saurier sind kleinen Jungs vorbehalten, aber Wikinger sind für alle, da gibt es nicht nur Geolino sondern gleich auch noch GEO mit dem Thema, National Geographic, Mare, History, SPIEGEL Geschichte, alle machen Kasse mit ihnen. Warum in drei Gottes Namen? Sogar Feministinnen haben was für sie übrig, behaupten sie doch, dass die gesellschaftliche Struktur damals moderner war als heute. Und dies nur, weil eine Wikingerin erben durfte und nicht mit ihrem gestorbenen Mann auf dem Begräbnisschiff verbrennen musste. Manchmal reicht so wenig …

Vikings

Nordmen, Vikings enjoy unbroken popularity. But why only? In almost everything, they are the exact opposite of what is expected of us today. Looting, murdering, burning, raping and enslaving female prey, they haunted Europe. Today they are celebrated for it.

No football match of a Nordic team without crazy fans with horns on their plastic helmets, no stretch of scandinavien land without a monument, cemetery, dragon ship or Viking museum. Dinosaurs are reserved for little boys, but Vikings are for everyone, there is not only Geolino but also GEO with the theme, National Geographic, Mare, History, SPIEGEL History, all make cash with them. Why in three names of God? Even feminists have a thing for them, claiming that the social structure was more modern then than it is today. And this only because a Viking was allowed to inherit and did not have to burn with her dead husband on the funeral ship. Sometimes so little is enough …


19 Gedanken zu “Wikinger

      1. Mich interessiert die wahre Geschichte hinter den Geschichten, es bringt mich immer wieder zum Stöbern und Nachrecherchieren.
        Ich bin mir sicher, du wirst auf meinem Blog aber gewiss auch den ein oder anderen Beitrag finden, der dir gefällt.

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      2. Und wenn ich es richtig mitbekommen habe ist das Model oben deine Frau. Ihr habt ein schönes Bild geschaffen. Ästhetisch und gerade der Hintergrund ist wie geschaffen für eine Geschichte um Feen oder andere Naturgeister 😉

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          1. Es ist ästhetisch, ja, aber ich meine das Bild oben, das du für diesen Beitrag genommen hast …
            Die alten, moosbewachsenen Steine geben so einen Eindruck von alten, vergangenen Tagen, einem Märchen, früherer Zeiten … und deine Frau wirkt darauf, als wäre sie eine Art Mittlerin zwischen den Welten …
            ihr habt da einen Touch einer Wikingerfrau reingebracht, der mich eigentlich erst dazu veranlasste einen Kommentar auf den Beitrag zu hinterlassen …

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            1. Schön, dass es dir gefällt. In früheren Kulturen waren „Mittler“ durchaus üblich … später übernahmen häufig Priester diese „Funktion“ …
              Darum find ich dieses Foto so gelungen … gerade weibliche Mittler waren selten ganz junge Frauen, meist eher ältere …

              Ich schätze, ohne, dass ihr es wißt, habt ihr einfach intuitiv diese Dinge einfließen lassen.

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  1. Okay, ich habs. Das mit dem Wikingergefühl trügt dich nicht, da es sich um ein Gräberfeld aus der Zeit handelt. Es hat die Form eines Schiffs. Ich hoffe nicht, dass wir den Wikingern damit zu nahe getreten sind, glaube es aber eigentlich nicht. Auch wenn die Mühle auf dem Bild täuscht, die Gegend war fest in der Hand der Nordmänner.

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        1. Betrachten wir die Götter wie sie dargestellt wurden, dann waren sie zumeist sehr menschlich dargestellt – unabhängig der Mythologie. Insofern glaub ich nicht, dass sie etwas dagegen hätten 😉

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          1. Ich mache mir wegen der Götter gar keine Gedanken, denn Götter sind mir generell wohlgesinnt. Es sind die Leute, es sind immer die Leute, die behaupten, irgendetwas würde den Göttern nicht gefallen. Und die treten mir dann auf die Füße – klar, ist ja auch leichter, als bei einem Gott nachzufragen, was er denn davon hält.

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            1. Ich neige die Dinge eher im Kontext zu betrachten. Insbesondere historisch betrachtet, die Frage, ob das damals so gepasst hätte oder nicht.

              Die heutige Waage wird sich auch wieder ändern … wohin es dann geht ist offen.

              Bleib einfach bei deinem Stil und diesem treu … wem es nicht gefällt, der muss deinen Blog ja nicht besuchen 😉

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