Nicht um den …

… Finger gewickelt. Sondern um das unsäglich unsagbare Unteil, was jeder Mann mit sich herumträgt. Fragt man nur lange genug, bekommt man Antworten, die man so nie hätte hören wollen. Ein Aktfoto mit Penis ist quasi ein Unding, übergriffig und unästhetisch sowieso. Der Schwanz kann nur stören und per definitionem nicht ästhetisch sein. Ist er schlaff, dann nicht mehr als ein Würmchen auf dem Ganzkörperbild. Ist er hingegen erigiert – der Mann bekennt also Farbe – ist das viel zu sexuell, um schön zu sein, jedenfalls in den meisten offiziellen Aussagen von Frauen.

Sailing close to the wind

Natürlich ist die Aussage, Aktbilder von Frauen wären von Hause aus viel schöner, auch so ein Unsinn, der sich davon ableitet. Trotzdem ist diese unhaltbare These weitverbreitet. An Aktbilder von Frauen ist man von kleinauf gewöhnt, sie sind viel eher verfügbar (zumindest die mit nackter Brust) als Bilder von nackten Männern. Vielleicht haben Frauen, die so etwas sagen, einfach nur zuviele Schwanzbilder (dick pics) unaufgefordert zugesandt bekommen. Wir sind jedenfalls die Opfer unserer eigenen Sozialisierung, mehr nicht. Wir empfinden das als ästhetisch, was uns anerzogen wird. Der Phallus ist maximal als Symbol noch tragbar, keinesfalls in seinem natürlichen Habitat (es sei denn, es geht zur Tat).

Daher verstehe ich den feministischen Aufschrei, die Vulva würe immer viel zu kurz kommen, überhaupt nicht. Diese Feministinnen behaupten, Männer hätten den Frauen eingeredet, sie müssten sich ihrer Geschlechtsorgane schämen, diese wären unansehnlich. Zugegeben, es gibt diese Männer. Doch in der Regel sind es Frauen, die an Frauen kritteln und nicht Männer. Frauen vergleichen und ziehen ungerechtfertigte Schlüsse. Frauen ziehen sich durch den Dreck und bewerfen sich gegenseitig damit. Dazu brauchen sie die Männer keineswegs. Und leider, leider ist auch der Schwanz bei Frauen optisch in Ungnade gefallen. Und da sie die ästhetische Deutungshoheit haben, wird sich daran auch so schnell nichts ändern.

Not wrapped …

… around my finger. But around the unspeakable unimportant part that every man carries with him. Ask long enough and you’ll get answers you never wanted to hear. A nude photo with a penis is almost an absurdity, abusive and unaesthetic anyway. The cock can only be disturbing and by definition not aesthetic. If it is flaccid, it is no more than a little worm on the full body picture. If, on the other hand, it is erect – i.e. the man is showing his colours – it is far too sexual to be beautiful, at least in most official statements by women.

Of course, the statement that nudes of women would be much more beautiful by nature is also nonsense derived from it. Yet this untenable thesis is widespread. One is used to nude pictures of women from a very young age, they are much more readily available (at least those with naked breasts) than pictures of naked men. Maybe women who say something like that have just received too many dick pictures unsolicited. In any case we are the victims of our own socialization, nothing more. We feel that what we are taught is aesthetic. The phallus is, at most, still wearable as a symbol, never in its natural habitat (unless it goes into action).

So I don’t understand at all the feminist outcry that the vulva would always come off badly. These feminists claim that men have persuaded women that they should be ashamed of their sexual organs, that they are unsightly. Admittedly, there are such men. But as a rule it is women who nag women and not mostly men. Women compare and draw unjustified conclusions. Women drag themselves through the mud and throw it at each other. They don’t need men for that. And unfortunately, unfortunately the cock is also optically disgraced by women. And since they have the aesthetic sovereignty of interpretation, this will not change so quickly.


6 Gedanken zu “Nicht um den …

  1. Zum Glück bin ich keine Feministin und durchaus in der Lage, beim Anblick eines schönen Exemplars eines „Undings“ in helle Verzückung zu geraten. Umso mehr freue ich mich -nach eurer kleinen Durststrecke – über diese recht weihnachtlich illuminierte Präsentation. Und eine neue Interpretation von: „ich laß für dich das Licht an…“
    Ich wünsche euch beiden noch schöne und besinnliche Weihnachten, wo und wie (ihr es) und was auch immer ihr treibt…

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    1. »Keine Feministin« heißt ja heute für eine bestimmte Generation automatisch, dass man sich mit dir unterhalten kann. Vermutlich nicht nur das, … wenn du dir schon so einen Schund ansiehst wie unseren Blog. Komisch, bei Männern, die hier zusehen und kommentieren, ist die Intention meistens ziemlich klar. Soviel geht aus den Kommentaren und Mails recht eindeutig hervor. Bei der Handvoll Frauen ist das (leider?) anders. Sie halten sich meist etwas bedeckt, was ihre Motivation ansieht. Vermutlich stellt sich irgendwann heraus, dass ich die sowieso alle kenne — wie peinlich.

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        1. Schade, schade, aber sich nicht zu kennen heißt ja, dass man sich immerhin noch kennenlernen kann. Das kann man nicht mehr, wenn man sich schon kennt, hat also alles zwei Seiten. Ich war schon mal Feminist – als die Ungleichheit deutlich größer war. Nun, in bestimmten Bereichen wird es zwischen Mann und Frau immer ein gewisses Ungleichgewicht geben, ob das dann auch gleich ein Unrecht ist, bezweifle ich mittlerweile.

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