Mein rotes Tuch

Mein rotes Tuch bei Tumblr († 2019) und anderen Blogseiten sind eindeutig Nacktfotos in Verbindung mit der Phrase »You can find me on Patreon …«. Ich habe zwar geschwankt, ob es die Scheißefresser oder Pferdeschwanzlutscherinnen sein sollen, letztlich überwog dann doch der Ekel vor den Möchtegernhuren. Wobei – Huren ist ein ein viel zu gutes Wort für jene, die sich dort verhökern. Bei einer Hure bekommt man wenigstens noch etwas Leistung geboten, einen Fick oder Blowjob, wenn auch vielleicht nicht den allerbesten, aber immerhin. Schlechter Sex ist immer noch besser als gar kein Sex. Bei einer Patreon-Nutte kann man sich Bilder ansehen, oder Videos und dann einen abwichsen. Versteht mich nicht falsch, ich mach das auch (also wichsen). Und dass man jemandem als Wichsvorlage dient, ist nichts Ehrenrühriges oder moralisch verwerflich. Nur, dass man versucht, damit ein paar Dollar nebenher zu verdienen und dessen inflationärer Gebrauch machen mich rasend.

You can't pay us but please, wank anyway
Fick dich du blöde Patreon-Nutte

Playboy und Konsorten waren wenigstens noch so ehrlich und scheuten keine Mühen oder Kosten, um besondere Bilder zu publizieren. Aber bei Patreon? Gut, eigentlich kann ich nicht mitreden, da ich nie dafür bezahlen würde, einer arbeitsscheuen Studentin beim Wichsen zuzusehen, ergo habe ich keinen Zugang zu diesen Webseiten. Mir reichen aber schon die Appetizer, ich muss gar nicht zahlen, um zu wissen, was mich erwarten würde. Wenn man unter #metoo leidet, weil man sexuellen Repressalien ausgesetzt ist, schreit frau sofort Zeter und Mordio! Wenn man aber von den Auswüchsen, die zu #metoo führen, profitiert (sexuell frustrierte, unterversorgte und von Testosteron gesättigte Männer), dann wird das stillschweigend akzeptiert. 

Nein, schlimmer noch. Es wird nicht nur akzeptiert, es wird dann sogar noch auf die Tränendrüse gedrückt. Die Frauen erdreisten sich, sich als Sexworkerin zu gerieren und das, ohne rot zu werden! Hier und anderswo kann man lesen, wie schlecht es ihnen doch geht, wie mies sie behandelt werden und was sie sich alles anhören und lesen müssen. Das ist wirklich die Höhe. Ehrlich arbeitende Prostituierte werden so durch den Dreck gezogen. Frauen glauben, weil sie ihre Titten und Fotzen posten, dass sie quasi denselben Status verdienen wie eine Hure. Bodenlose Unverschämtheit nennt sich so etwas. Ich wünsche jeder Patreonnutte, dass sie doch bitte mal den miesesten Tag einer Hure erleben möchte, ob sie dann immer noch so eine Scheiße behauptet. Huren werden penetriert, drangsaliert, geschlagen, vergewaltigt, gedemütigt, wie Dreck behandelt und hier sitzt eine, bei der es nicht zum Model gereicht hat, ja die es nicht einmal in den Playboy schaffen würde, und beschwert sich wegen ein paar schräger Zuschriften? Eine echte Hure beklagt sich nicht, sie weiß, was sie tut, nur Sexworkerinnen haben die Unverfrorenheit, sich als Opfer zu stilisieren. 

My Red Rag

My red rag on Tumblr († 2019) and other blog sites is clearly the phrase «You can find me on Patreon …». I have wavered whether it should be the scat-eaters or the horsecock-suckers, but in the end the disgust outweighed the would-be whores. Whereby – the word whores is far too good for those who sell themselves there. With a whore you get at least some performance, a fuck or blowjob, even if perhaps not the very best, but at least. Bad sex is still better than no sex at all. With a Patreon hooker you can look at pictures, or videos and then wank one off. Don’t get me wrong, I do that too (so jerking off). And the fact that you serve someone as a wanking model is nothing dishonorable or morally reprehensible. Only that one tries to earn a few dollars on the side with it and its inflationary use makes me furious.

Playboy and companions were at least as honest and spared no effort or cost to publish special pictures. But there? Well, I can’t actually have a say, because I would never pay to watch a shy female student to jill off, so I don’t have access to these websites. I’m fed up with appetizers, I don’t even have to pay to know what to expect. If you’re suffering from #metoo because you’re exposed to sexual reprisals, woman immediately scream blue murder! But if you benefit from the excesses that lead to #metoo (sexually frustrated, undernourished, and testosterone-saturated men), that’s tacitly accepted.

No, worse than that. Not only is it accepted, it is even pulled on our heart strings. The women project an image as sex workers without blushing! Here and elsewhere you can read how bad they feel, how badly they are treated and what they have to listen to and what cruel postings they get (and of course disgusting dick pics). That is really the height. Honestly working prostitutes are dragged through the mire. Women believe, because they post their tits and pussies, that they deserve the same status as a whore. Boundless impudence is what this is called. I wish every patreon hooker that she would please experience the worst day of a whore, if she still claims such shit. Whores are penetrated, harassed, beaten, raped, humiliated, treated like shit, and here sits one who didn’t make it to the model, who wouldn’t even make it to Playboy, and complains about a few weird letters? A real whore doesn’t complain, she knows what she’s doing, only sex workers have the audacity to stylize themselves as victims.


8 Gedanken zu “Mein rotes Tuch

  1. Größtenteils stimme ich zu, besonders hinsichtlich der Patreonnutten (schönes Wort). Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass man auf Patreon auch Inhalte zur Verfügung stellen kann, ich dachte, da ginge es nur um eine Art Trinkgeld im Internet, wie bei anderen Diensten. Aber ich verstehe Leute sowieso nicht, die heute noch Geld für Pornografie oder Erotik ausgeben (in Form von Medien).

    Wo ich nicht ganz zustimmen kann, sind die Auwüchse, die zu #metoo führten (»sexuell frustrierte, unterversorgte und von Testosteron gesättigte Männer«). Das waren schlicht und ergreifend Arschlöcher. Zum Teil waren an #metoo aber auch Frauen Schuld, die sich durch Manspreading, Mansplaining und was sie da nicht sonst noch alles erfunden haben, metaphorisch vergewaltigt fühlen. Diese Frauen machen einfach auch vieles kaputt, ähnlich wie die, die für ein paar Euro Bilder ihrer Titten online stellen und sich mit Prostituierten gleichsetzen. Die Vergleiche kann man zwar ziehen, sollte sie aber dann besser nicht zu Ende denken, um sich selbst zu schonen xD

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    1. Ich sehe aber, dass du dir in ähnlichen Bahnen wie ich viele Gedanken machst. Und natürlich hast du recht, aber mit (m)einer bescheidenen Reichweite muss ich wenigstens keinen Shitstorm füchten. Wenn ein Beitrag zehn Reaktionen erhält, bin ich ja schon froh.
      Kein Zweifel, dass bei #metoo jede Menge Arschlöcher unter den Männern sind. Zu leiden haben allerdings auch jene Männer, die sich seit vierzig Jahren völlig korrekt verhalten (haben). Sie (und ich) werden alle über einen Kamm geschoren und dann werde ich eben auch mal ungehalten und teile aus, wo es nichts auszuteilen gibt.

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      1. Das stimmt natürlich. Dieses über einen Kamm geschoren werden geht allerdings auch wieder von denjenigen aus, die man eh nicht ernst nehmen sollte. Im Internet hat sich wohl der Ausdruck »Feminazi« dafür etabliert. Das macht es keineswegs besser, sollte aber nicht vergessen werden.

        Aber ja, manchmal platzt einem einfach die Hutschnur, das kann ich verstehen und nachvollziehen. Geht mir gerne bei Themen wie Gender, Feminismus oder Gleichberechtigung so. Da habe ich einfach viel zu schnell das Gefühl, dass viel zu viele Leute einfach viel zu dumm sind xD

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  2. Danke dir für diesen klasse Beitrag! Ich finde, jede(r) soll versuchen, so für sein Auskommen zu sorgen wie es ihm/ihr am besten gefällt.
    Und wenn es eine (sicherlich überwiegend männliche) Nachfrage nach einem Angebot wie Patreon gibt, so what.
    Ich würde diesen „Patreonnutten“ (100 Punkte für diesen geilen Begriff! 😂) aber gern empfehlen, es doch zumindest mal mit richtiger Arbeit zu versuchen.
    Liebe Grüße von der Insel und ja: auch ich mg dein Foto gern leiden. 👍🏼

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    1. So what …
      Das sehe ich ganz genauso. Was die arbeitsscheuen Mädels angeht, sollen sie machen, was sie für richtig halten. Aber bitte, bitte nicht beschweren, wie schlecht es ihnen doch geht und welch hartes Los sie haben. Denn ich sag, wie es ist, ich als Frau geboren, wäre garantiert eine Hure geworden, davon bin ich zutiefst überzeugt. Dass ich einen normalen Job habe, liegt nur daran, dass die Nachfrage nach männlichen Prostituierten so bescheiden ist.

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      1. So sehr ich Sex liebe und wie die Luft zum Atmen auch brauche, das wäre für mich nie eine Option gewesen. Ich suche mir meine Partner generell selbst aus.
        Und nun bin ich ja sowieso in festen Händen. Mal in zwei, mal in vier oder sechs, aber es sind immer dieselben festen Hände.

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