Dilemma

Die kurze Erklärung eines Dilemmas ist die Wahl zwischen zwei Übeln. Die längere Erklärung ist, dass es nicht immer nur zwei Übel sein müssen, zwischen denen man sich entscheiden muss. Manchmal ist es auch die Wahl zwischen etwas schönem und etwas noch schönerem.

Nackte Frau inmitten einer mittelalterlichen Klosterruine
Ich glaube, sie würde schicken, frag sie doch mal

Wer von euch hat noch nie einem Fremden ein Nacktfoto von sich geschickt? Alle? Wollt ihr mich verarschen? Echt jetzt, warum nicht? Weil es »gefährlich« ist? Na ja, wenn es nicht »gefährlich« wäre, dann wäre es ja quasi witzlos. Dann würde man ja nur jemanden geil auf einen machen, der vermutlich sowieso schon geil auf einen ist. Will man selbst etwas davon haben, dann muss es »gefährlich« sein. Oder wenigstens scheinen. Es ist also der Kitzel an sich, der das Spiel so reizvoll macht. Zugegeben, wenn die Komplimente für das Nacktfoto bescheiden ausfallen, ist es mit dem Reiz des Nacktbilderverschickens auch schnell wieder vorbei. Und da ist das Dilemma: Versendet man keine, ist man langweilig. Und nichts zu versenden ist für einen selbst auch langweilig. Versendet man welche, ist es garantiert nicht langweilig, aber eben auch »gefährlich«. Na ja, pseudogefährlich, was Lieschen Müller sich unter gefährlich vorstellt. Aber immer noch besser Lieschen Müller lässt sich durch irgendwas Ungewöhnliches erregen als nur durch Gewöhnliches oder gar nicht. Ich gebe zu, wer einen Blog wie unseren hat für den ist das Verschicken nicht mehr gefährlich, nicht mal mehr preudo-gefährlich.

Dilemma

The short explanation of a dilemma is the choice between two evils. The longer explanation is that it does not always have to be two evils to choose between. Sometimes it is also the choice between something beautiful and something even more beautiful.

Who among you has never sent a naked picture of himself to a stranger? All of you? Are you fucking kidding me? Seriously, why not? Because it’s „dangerous“? Well, if it wasn’t „dangerous“ it would be kind of pointless. You’d just get someone horny for you who was probably horny for you anyway. If you want to get something out of it, then it has to be „dangerous“. Or at least it seems to be. So it’s the thrill itself that makes the game so appealing. Admittedly, if the compliments for the nude photo are modest, the thrill of sending nude pictures is quickly gone. And there’s the dilemma: if you don’t send any, you’re boring. And sending nothing is boring for you. If you send some, it is guaranteed not boring, but also „dangerous“. Well, pseudo-dangerous, which is what Jane Bloggs imagines dangerous. But it’s still better for Jane Bloggs to be excited by something unusual than just by the ordinary or not at all. I admit, who has a blog like ours, for him sending it is no longer dangerous, not even preudo dangerous.


10 Gedanken zu “Dilemma

  1. Ich muss zugeben, es gibt schon die ein oder andere Person, die Fotos oder Videos von mir erhalten hat in der Vergangenheit. Unabhängig davon, ob das klug oder „gefährlich“ war, ist mit bei dem Thema eins wichtig: jedes Foto / Video wurde auf Wunsch oder Befehl geschickt. Oder zu festen Partnern, denen man auch gerne mal unaufgefordert sowas schicken kann.

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  2. Hallo,
    ich habe leider zu viele Hemmungen mich fremden nackt zu zeigen.
    Es sehen auch nicht alle so perfect wie Ihr aus.
    Ich genieße lieber eure … Bilder.
    Wie würden euch denn Bilder von uns Lesern gefallen?

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    1. Danke für die Antwort, wir sehen uns alles andere als perfekt. Aber freuen uns natürlich. Zu den Bildern, die wir schon bekommen haben. Nein, war insgesamt nicht so toll. Erigierte (bestenfalls) Penisse in allen möglichen Formen und Farben. Ohne sonstwas, kein Gesicht, nix. Muss ich nicht haben. Keine Frau, natürlich nicht. Manchmal ein Pärchen. Und manchmal ein Pärchen, was dann, als es zur Sachen gehen sollte, gar kein Pärchen mehr war, sondern ein Mann, dessen Frau …?

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  3. Da ist er ja, der meist springende Punkt. Ich zitiere 1900alf. „Es sehen auch nicht alle so perfekt wie ihr aus“. Bei der reinen Nacktheit geht es nicht um Perfektion. Die liegt ohnehin im Auge des Betrachters. Perfektion ist Geschmackssache. Ich halte es da mit dem Blick in den Spiegel. Man steht nackt davor und betrachtet sich. Lächelt man sein Spiegelbild an, und es lächelt zurück, dann ist man perfekt. Natürlich eben. Doch man sieht es leider immer öfter auf Fotos, die, auf welche Weise auch immer, jemand zu Gesicht bekommt. Auf den meisten Nacktselfies lächelt kaum jemand. Man sollte es kaum glauben. Aber ein Lächeln verändert die komplette Körperausstrahlung.

    Gefällt 2 Personen

    1. Aber du musst Nachsicht mit denen haben, die Nacktselfies machen (oder in dem Fall nicht falsch), die nackt Selfies machen. Es ist sehr anstrengend und man braucht wirklich erhebliche Konzentration dazu. Wie soll man dann bitteschön auch noch lächeln? Unmöglich!

      Gefällt 1 Person

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